Zurück zur Übersicht

Wasser und gelöste Salze (Verkalkung, wie sie im Ried nicht unüblich ist), ebenso wie Feststoffpartikel, bedeuten Korrosion, was zu Ausfällen der Pumpen führen kann. Was sind die Folgen von Brüchen des Pumpengestänges? Bricht die Wärmezufuhr bei den Kunden ab? Ist hierfür der Bau eines alternativen Heizkraftwerkes, um Spitzenlasten und Ausfälle zu kompensieren, angedacht?

Eingesandt von Bürgerinitiative Lebenswertes Wallerstädten, 31.01.2013

Ihre Frage wurde beantwortet von Dr. Ing. Horst Kreuter, Geschäftsführer von GeoT

Mit der über 3000 m tiefen Bohrungen werden salinare Thermalwässer nach oben gefördert. Die damit verbundenen Phänomene der Korrosion und Ausfällungen sind Fragestellungen, die bei Geothermieprojekten im Oberrheingraben und in Norddeutschland üblicherweise auftreten. Es gibt deshalb schon weitreichende Erfahrungen.
Das Thermalwasser wird im Hinblick auf seine Korrosivität getestet und es werden Materialien ausgewählt, die bei der angetroffenen Thermalwasserzusammensetzung möglichst resistent sind. Korrosion war bei den Projekten in Deutschland noch kein großes bzw. unlösbares Problem.
Die Bildung von Ablagerungen, in der Geothermie auch „scaling“ genannt, treten vor allem dann auf, wenn in dem Thermalwasser eine große Menge von Salzen gelöst ist. Unter den Druck und Temperaturbedingungen, wie sie in dem Reservoir herrschen, sind alle gelösten Minerale und Gase im Gleichgewicht. Erst wenn sich das Gleichgewicht durch Druck-und/oder Temperaturabnahme ändert, wird das Gas frei und die Minerale fallen aus. In dem geschlossenen Thermalkreislauf werden die Druckbedingungen so eingestellt, dass selbst bei Abkühlung des Thermalwassers im Thermalwasserkreislauf die Gleichgewichtsbedingungen nicht verändert werden. Die größte Stellschraube dabei ist der Druck unter dem das Wasser im Kreislauf gehalten wird. Wird das Scaling so kontrolliert und unterbunden, müssen die Rohre nicht gereinigt und kein abgelagertes Material entsorgt werden.
Brüche von Pumpengestänge sind aus dem Betrieb von Gestängepumpen in der Geothermie nicht auffällig geworden. Probleme sind eher in Dichtungen zu sehen. Mit den benötigten Temperaturen und Fördermengen sind die Anforderungen an die Pumpentechnik sehr anspruchsvoll. Die Ingenieure arbeiten daran, die Laufzeiten der Pumpen in diesem Anforderungsbereich weiter zu erhöhen, um Servicezeiten und Pumpenwechsel zu minimieren.
Jede Wärmeversorgung muss die Versorgung der Kunden sicherstellen. Geothermische Anlagen zur Wärmeversorgung stellen meist eine ausreichend große Menge an Wärme für die Versorgung des lokalen Bedarfs zur Verfügung. Bei sehr großer Wärmenachfrage wird die Grundlast von der Geothermieanlage und die Spitzenlast durch alternative Wärmeerzeugung abgedeckt. Diese können konventioneller aber auch regenerativer Natur sein. Eine Biogasanlage könnte eine sinnvolle regenerative Ergänzung darstellen. Beispiele sind die Bioenergie Taufkirchen mit angeschlossenem im Bau befindlichen Geothermiekraftwerk. In Neuried bei Offenburg ist ein Hybridkonzept aus einer Biogasanlage und einer Geothermieanlage geplant.
Häufig ist jedoch auch konventionelle Wärmeerzeugung (meist aus Gas) vorgesehen. Gas wird allerdings nur verbrannt, wenn die Geothermieanlage ausfällt oder Leistungsspitzen abgedeckt werden müssen.
Bei einer Geothermieanlage mit mehr als einer Produktionsbohrung ist meist kein konventionelles Redundanzkraftwerk notwendig.


Warning: file_put_contents(./cache/L2ZhcS9hbnR3b3J0L2RldGFpbC93YXNzZXItdW5kLWdlbG9lc3RlLXNhbHplLXZlcmthbGt1bmctd2llLXNpZS1pbS1yaWVkLW5pY2h0LXVudWVibGljaC1pc3QtZWJlbnNvLXdpZS1mZXN0c3RvZmZwYXJ0aWtlbC1iZWRldXRlbi1rb3Jyb3Npb24td2FzLXp1LWF1c2ZhZWxsZW4tZGVyLXB1bXBlbi1mdWVocmVuLWthbm4td2FzLXNpbmQtZGllLWZvbGdlbi12b24tYnJ1ZWNoZW4tZGVzLXB1bXBlbmdlc3RhZW5nZXMtYnJpY2h0LWRpZS13YWVybWV6dWZ1aHItYmVpLWRlbi1rdW5kZW4v.txt) [function.file-put-contents]: failed to open stream: Der Dateiname ist zu lang in /kunden/157906_55411/www/dialoggeo/includes/classes/class.PageCache.php on line 66