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Was bedeutet ein Standort „Wallerstädten-Süd“ oder „Geinsheim-Nord“? Kann das Kraftwerk nur wirtschaftlich arbeiten, wenn die Abnehmer (Industriebetriebe wie Kühlhaus, Lagerhalle, Rechenzentrum, etc.) sich in der Nähe der Anlage ansiedeln? Dies würde ein erhöhtes Verkehrsaufkommen für die eh schon stark belastete Ortsdurchfahrt in Wallerstädten bedeuten. Spielen solche verkehrstechnischen Gesichtspunkte bei der Standortwahl eine Rolle?

Eingesandt von Bürgerinitiative Lebenswertes Wallerstädten, 31.01.2013

Ihre Frage wurde beantwortet von Marc André Glöckner, Unternehmenskommunikation ÜWG

Die Standortwahl hängt von vielen Faktoren ab: Geologie, Natur- und Umweltschutz, Siedlungsgebiete, Wärmeabnehmer und Infrastruktur. Die geologischen Kriterien wurden bereits durch die seismischen Messungen geprüft und die daraus resultierenden Eignungsgebiete identifiziert. Die Standortfrage und die Rahmenbedingungen der Wärmenutzung sollen im Zuge des Bürgerdialogs im Rahmen der Bürgerforen und Beiratssitzungen mit der Bevölkerung abgestimmt werden. Danach soll die konkrete Standortentscheidung fallen. Der Standort soll dort gewählt werden, wo er die größte Akzeptanz und die besten Rahmenbedingungen findet.
Wie die Wärme verwendet werden soll muss mit der Bevölkerung offen diskutiert werden. Denkbar wäre sowohl ein Kraftwerk auf der „grünen Wiese“ als auch ein Kraftwerk in einem bereits bestehenden Gewerbegebiet. Für die Wärmenutzung gibt es vielfältige Möglichkeiten wie z.B. Landwirtschaft (Gewächshäuser), Trocknung (Kräuter, Holz, Getreide), Bäder (Schwimm- und Thermalbäder), Wohngebiete oder Gewerbegebiete. Über die Ansiedlung von möglichen Wärmeabnehmern muss am Ende auch die Kommune im Rahmen der Bauleitplanung mitentscheiden.
Denkbar wäre auch ein Kraftwerk ohne Wärmeauskopplung, d.h. nur die reine Stromproduktion. Dies wäre grundsätzlich auch wirtschaftlich darstellbar.

Kommentare

  • 14
    Feb

    Marc André Glöckner, Unternehmenskommunikation ÜWG

    Die Bohrungen und der Bau des Kraftwerks sind mit Schwerlastverkehr verbunden. Die Bohranlage muss angeliefert und wieder abtransportiert werden. Rohre und Verbrauchsmaterial werden angeliefert und Bohrklein abtransportiert. Die Anlagenteile des Geothermiekraftwerks werden ebenfalls angeliefert. Die genaue Anzahl an Fahrzeugen kann ich Ihnen heute nicht nennen. Diese Verkehrsbelastung wäre nur temporär, d.h. nur für die Zeitdauer der Bohrung und des Kraftwerkbaus. Während des Betriebs selbst, ist mit einem geringen Verkehrsaufkommen zu rechnen.

    Die Projektentwicklung der ÜWG erfolgt schrittweise. Nach der geologischen Eignung, die zu der Identifizierung der sechs Bereiche geführt hat, war der nächste Schritt die Bürgerbeteiligung. Erst mit deren Abschluss - das Verfahren ist ergebnisoffen - werden die weiteren Schritte gegangen. Ob und welche Ansiedlungen von Wärmekunden möglich wären und an welchem Standort, ist deshalb derzeit vollkommen offen. Man kann deshalb heute nicht sagen, welche verkehrlichen Belastungen auf die Umgebung des möglichen Standorts während des Betriebs der Anlage zukommen.

    Die Wunschkunden der ÜWG wären solche, die eine möglichst große Menge an Wärme oder Kälte über eine möglichst lange Zeitdauer des Jahres abnehmen. Hier kommen zum Beispiel Rechenzentren oder Bürokomplexe in Frage, die einen hohen Kältebedarf und/oder Wärmebedarf haben, aber zu einer eher geringen Verkehrsbelastung führen. Kühlhallen mit Speditionsverkehr oder Trocknungsanlagen von Agrarprodukten, die angeliefert und abgeholt werden müssen, sind mit größerem Verkehrsaufkommen verbunden. Wie die Wärme verwendet werden soll muss deshalb mit der Bevölkerung offen diskutiert werden. Alternativen, auch für Privatkunden in Form von Wärmenetzen, sind möglich und vorstellbar. Denkbar als „Plan B“ wäre auch ein Kraftwerk ohne Wärmeauskopplung, d.h. nur die reine Stromproduktion. Dies wäre grundsätzlich auch wirtschaftlich darstellbar.

  • 08
    Feb

    Bi-Lebenswertes-Wallerstädten aus Groß-Gerau

    Ihre Antwort, Herr Glöckner, ist eher eine Pressemitteilung denn Antwort. Sie haben doch sicher schon klare Vorstellungen, welcher logistische Aufwand betrieben werden muss, um die Bohrungen durchzuführen, also Anzahl Transporte Rohre, Bohrmaterial, etc. Des Weiteren haben Sie sicher über einen Plan B nachgedacht, was ist, wenn keine Wärmekunden vor Ort oder in Ortsnähe sind. Was wären Ihre Wunschkunden? Daraus ließe sich für uns das Szenario ableiten auf das unsere Frage zielte.


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