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19.02.2013

Chancen der Geothermie im Zentrum des dritten Bürgerforums

Am Montag 18. Februar 2013 diskutierten rund 150 Bürgerinnen und Bürger in der Stadthalle die Chancen eines Geothermieprojekts der Überlandwerk Groß-Gerau GmbH. Die Präsentationen sowie das Protokoll finden Sie im Menüpunkt Medien

Breite Darstellung von Chancen – nach den Risiken
Nachdem sich die Bevölkerung am zweiten Bürgerforum vor zwei Wochen eingehend mit den Risiken der Geothermie befasst hatte, wurden am Montagabend, dem 18. Februar 2013, intensiv die Chancen diskutiert. Gleich zu Beginn stellten auf dem Podium die rund zwanzig Mitglieder des Beirats ihre Rolle und Aufgabenfelder dar. Der Beirat ist breit abgestützt und unabhängig von ÜWG. Wichtig ist aus Sicht des Beirats, dass ausreichend Zeit für den Bürgerdialog und die Integration aller Perspektiven zur Verfügung steht. So wird u.a. ein weiteres Bürgerforum mit Betroffenen geplant. Nach den Ausführungen des Beirats erläuterte Michael Rothkegel, Geschäftsführer BUND Landesverbands Hessen, welche Rolle die Geothermie und damit auch das geplante Projekt in Groß-Gerau in der Energiewende übernehmen kann. Dabei sind Energieeffizienz und das Berücksichtigen von Umweltanliegen zentral. Dr. Erwin Knapek, ehemaliger Bürgermeister und Initiant des Geothermiekraftwerks in Unterhaching zeigte, welche Chancen sich aus einem derartigen Projekt beispielswiese durch die Auskopplung der Fernwärme für eine Gemeinde ergeben können. Anschliessend betonte Hanns-Detlev-Höhne, Kaufmännischer Geschäftsführer der ÜWG, dass für die Energiewende viel Einsatz, Beteiligung und eine gewisse Kompromissbereitschaft vorhanden sein muss. Die ÜWG will bei einer Zustimmung der Bevölkerung die ökologischen und ökonomischen Chancen eines Geothermiekraftwerks nutzen. Ulrich Werwigk von der IG Laufzorn erklärte, wie sich seine Bürgerinitiative für ein ruhiges und sicheres Geothermieprojekt in Laufzorn eingesetzt hat. Er erklärte, wo die Chancen und wo die Grenzen der Bürgerbeteiligung bei einem solchen Projekt zu sehen sind. Seine Botschaft: Eine intensive und kritische Mitgestaltung bringt in solchen Projekten Erfolg für alle – gerade über gesetzliche Minimalstandards hinaus.

Intensive Diskussion am Bürgerforum und im Beirat
Auf alle Referenten wartete eine grosse Zahl fundierter Fragen. Die Stiftung Risiko-Dialog räumte an diesem Abend der intensiven Diskussion mit dem Publikum viel Zeit ein. In den nächsten Wochen handelt der Beirat mit der ÜWG Anforderungen an das Geothermieprojekt aus der Sicht der verschiedenen Interessengruppen aus. Das anspruchsvolle Formulieren von Kriterien in den vier Themenfeldern Umwelt- und Flächenschutz, Wertschöpfung und Nutzenoptimierung, Risikobewertung und -regulierung sowie Information und Kommunikation wird noch einige Wochen in Anspruch nehmen. Um eine fundierte Auseinandersetzung zu ermöglichen und weiteren Perspektiven auch in einem nächsten Bürgerforum Platz zu geben, wird das geplante Schlussforum vom 6. März 2013 verschoben. Informationen zu neuen Terminen und Formaten werden auf www.dialoggeo.de und via Presse zeitnah zu Verfügung stehen.

Bildergalerie

Kommentare

  • 19
    Mär

    Jörg Berlinger, Stiftung Risiko-Dialog

    Das Protokoll finden Sie unter dem Menupunkt Medien