Fragen & Antworten

Hier finden Sie alle Fragen und Antworten, die im Verlaufe des Projekts rund um die Geothermie und das Vorhaben der ÜWG in Groß-Gerau aufkamen. Auf geothermie-trebur.de, der Projektseite der ÜWG, finden Sie bereits eine ausführliche Sammlung von Antworten auf häufig gestellte Fragen.

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Eingesandt von Hanspeter Maier, 11.03.2013

Ihre Frage wurde beantwortet von Janusch Hamann, Leiter Referat Recht ÜWG

Eine Beweislastumkehr würde gelten, wenn § 120 Bundesberggesetz (BBergG) (Bergschadensvermutung) anwendbar wäre. Danach wird grundsätzlich vermutet, dass der Schaden durch den Bergbaubetrieb verursacht worden ist, wenn im Einwirkungsbereich der untertägigen Aufsuchung oder Gewinnung eines Bergbaubetriebes durch Senkungen, Pressungen oder Zerrungen der Oberfläche oder durch Erdrisse ein Schaden entsteht, der seiner Art nach ein Bergschaden sein kann.

Ob diese Vorschrift auch bei Geothermieprojekten Anwendung findet, ist allerdings umstritten. In der Literatur wird die Anwendbarkeit des § 120 BBergG wohl mehrheitlich verneint. Gerichtsentscheidungen zu dieser Frage gibt es, soweit ersichtlich, noch nicht. ÜWG bemüht sich daher, der Rechtsunsicherheit dadurch Rechnung zu tragen, dass ein möglichst “geschädigtenfreundliches” Schadenregulierungskonzept und ein ebensolches Versicherungskonzept eingerichtet werden, über die zumindest die Mehrzahl der potenziellen Schäden fair und unbürokratisch “eingefangen“ werden kann.

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Eingesandt von Alexandra Auer, 08.03.2013

Ihre Frage wurde beantwortet von Marc André Glöckner, Unternehmenskommunikation ÜWG

Die Anlage kann im späteren Betrieb von einer Leitwarte aus fernüberwacht werden. Es wird daher möglich sein den Betriebszustand und die Betriebsparameter ferntechnisch zu überwachen und zu regeln. Um schnell Eingriffe tätigen zu können, muss daher nicht 24 Stunden rund um die Uhr Personal vor Ort vorgehalten werden. Sollte dennoch Personalbedarf vor Ort bestehen, wird dieses in der Regel gemäß eines Notfallplans benachrichtigt.

Bereits heute hat die ÜWG eine Rufbereitschaft für Störungen im Stromnetz. Unsere Rufbereitschaft ist 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr, bei Tag und bei Nacht, bei jedem Wetter für Sie zu erreichen. Wenn Sie Probleme mit Ihrer Energieversorgung haben, kümmern wir uns sofort darum. Innerhalb weniger Minuten sind die Kollegen nach Alarmierung durch die Netzleitstelle vor Ort und können so Maßnahmen einleiten. Eine ähnliche Rufbereitschaft werden wir auch für das Kraftwerk einrichten.

Nichtsdestotrotz wird während normaler Arbeitszeiten zu Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten fachtechnisch ausgebildetes Personal (z.B. Kraftwerkstechniker, Kraftwerksleiter oder Servicefirmen) vor Ort sein. Im Falle eines Brandes wird die ortsansässige Feuerwehr alarmiert.

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Eingesandt von Reinhard Silge, 17.02.2013

Ihre Frage wurde beantwortet von Dr. Ing. Horst Kreuter, Geschäftsführer von GeoT

Landau und Insheim liegen am Rand des Oberrheingrabens im Bereich von Staffelbrüchen, die das Grundgebirge gegen die grabenfüllenden Sedimente versetzen. Entlang dieser Störungen steigt aufgrund der erhöhten Wegsamkeit vermehrt Radon aus dem tiefen Untergrund an die Oberfläche auf. Auf der Karte des geologischen Dienstes des Landes Rheinland-Pfalz ist der Verlauf der Störungen im Untergrund nachgezeichnet. Diese Konzentration der Radonbelastung ist rein natürlich bedingt.

Die Karten des Hessischen Landesamtes für Umwelt und Geologie (HLUG) zu den Radonkonzentrationen im Raum Groß-Gerau zeigen keine erhöhten Radonkonzentrationen zu denen im Rest des hessischen Oberrheingrabens. Die laut den Messwerten von HLUG zu erwartende natürliche Radonkonzentration in der Bodenluft beträgt zwischen 10 und 50 kBq/m3. Die Karte zu Landau gibt ein lokal hohes Radonpotenzial >100 kBq/m3 an. Dieses betrifft die Bodenluft. In Kellern kann die Konzentration je nach Abdichtung und Lüftung lokal höher sein. Informationen dazu findet man auf den Webseiten des Bundesamt für Strahlenschutz (http://www.bfs.de/de/ion/radon).

Karte Rheinland-Pfalz: www.lgb-rlp.de/radonprognosekarte.html
Karte Hessen: http://atlas.umwelt.hessen.de/servlet/Frame/atlas/radioakt/radon_txt.htm

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Eingesandt von Wolfgang Winter, 26.02.2013

Ihre Frage wurde beantwortet von Dr. John Reinecker, Diplom-Geologe bei GeoT

Der Oberrheingraben ist eine relativ junge geologische Struktur und immer noch tektonisch aktiv, was sich in einer natürlichen Seismizität ausdrückt. Dabei kommen in größeren zeitlichen Abständen auch stärkere Ereignisse vor. Wie groß diese in der historischen Vergangenheit waren kann in Erdbebenkatalogen nachgeschlagen werden (http://www.bgr.bund.de/DE/Themen/ Erdbeben-Gefaehrdungsanalysen/Seismologie/Seismologie/Erdbebenauswertung/Erdbebenkataloge/ historische_Kataloge/germany.html). Der Bereich des nördlichen Oberrheingrabens liegt in der Erdbebenzone 1 nach DIN 4149.
Sollte die induzierte Seismizität größere Schäden an Gebäuden hervorrufen, werden diese natürlich durch die Versicherung beglichen. Welche Schäden bei stärkeren Ereignissen beobachtet werden können, wird in der Intensitätsskala (Mercalli) beschrieben (http://de.wikipedia.org/wiki/Mercalliskala).

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Eingesandt von Bürgerinitiative Lebenswertes Wallerstädten, 11.02.2013

Ihre Frage wurde beantwortet von Dr. John Reinecker, Diplom-Geologe bei GeoT

Falls eine Leckage trotz aller Vorsichtsmaßnahmen auftritt, sind folgende Vorkehrungen getroffen:
Das Kraftwerk wird außer Betrieb genommen und durch technische Einrichtungen (Schieber, Ventile etc.) die Menge an ausgetretener Flüssigkeit begrenzt. Die Flüssigkeiten werden umgehend mit Bindemitteln aufgefangen. Der Boden ist so abgedichtet, dass kein Wasser in den Untergrund gelangen kann und ist beckenartig aufgebaut, so dass die ausgetretene Flüssigkeit den gesicherten Bereich nicht verlassen kann. Durch Sicherheitsüberwachungseinrichtungen wird Personal alarmiert, welches die Sicherungsmaßnahmen überprüft und eine fachgerechte Beseitigung der ausgetretenen Flüssigkeiten veranlasst. Der Grundwasserschutz ist auch eines der wichtigsten Themen bei den Bauauflagen und den Betriebsplänen des Kraftwerks und unterliegt deshalb der besonderen Aufmerksamkeit der Zulassungs- und Genehmigungsbehörden.

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Eingesandt von Bürgerinitiative Lebenswertes Wallerstädten, 10.02.2013

Ihre Frage wurde beantwortet von Janusch Hamann, Leiter Referat Recht ÜWG

Es ist aus technischer Sicht nicht erforderlich und aus wirtschaftlicher Sicht nicht vertretbar, jedes einzelne Haus in größerer Umgebung der Geothermieanlage einer Beweissicherung zu unterziehen. Es sollen deshalb ausgewählte Häuser, Häusergruppen oder Straßenzüge betrachtet werden, die eine Übertragung der getroffenen Feststellungen auf die umgebenden Häuser zulassen. Einzelheiten befinden sich noch in der Diskussion.

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Eingesandt von Bürgerinitiative Lebenswertes Wallerstädten, 10.02.2013

Ihre Frage wurde beantwortet von Dr. John Reinecker, Diplom-Geologe bei GeoT

Es sind die beiden Phasen des Baus und des Betriebs der Anlage zu unterscheiden.
Bei den Bohrungen sind alle Einrichtungen (z.B. Blow-out-preventer) und das dazu ausgebildete Personal auf der Bohrstelle vorhanden, um in der Gefahrenabwehr tätig zu werden. Der Einsatz z.B. der Feuerwehr wäre ergänzend und in Abstimmung mit den ausgebildeten Fachkräften vor Ort möglich.

In der Betriebsphase sind die Arbeitsmittel des Kraftwerks, z.B. Iso-Pentan zu betrachten. Da die Feuerwehr für die Bekämpfung von Gefahren unter anderem an Tankstellen ausgebildet ist, kann sie auch mit potenziellen Gefahrensituationen in einem Geothermiekraftwerk umgehen. Darüber hinaus macht es Sinn, die Mannschaften der zuständigen Feuerwehr mit den Örtlichkeiten des Kraftwerkes vertraut zu machen. Je nach Ausstattung der Feuerwehr kann es notwendig werden, zusätzliche geeignete Löschmittel, Schutzanzüge oder Spezialarmaturen anzuschaffen. Falls Kosten hierfür entstehen, werden diese von der ÜWG getragen.

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Eingesandt von Marcus L., 31.01.2013

Ihre Frage wurde beantwortet von Dr. Ing. Horst Kreuter, Geschäftsführer von GeoT

Das Forschungsprojekt SiMoN („Seismisches Monitoring im Zusammenhang mit der geothermischen Nutzung des nördlichen Oberrheingrabens“) dient der Überwachung der Seismizität vor und während der Errichtung sowie des Betriebs von Geothermieanlagen. Betrieben wird das Netz von den Universitäten Frankfurt und Stuttgart sowie vom HLUG.
Die Webseite von SiMoN ist hier zu finden: www.simon.hlug.de
Ein Ziel ist das bessere Verständnis der Zusammenhänge zwischen natürlicher Nano-, Mikro- und Makroseismizität sowie der durch technische Eingriffe induzierten Seismizität zu erlangen.
Durch eine lange Beobachtungsdauer der seismischen Aktivität können aktive Störungszonen besser identifiziert werden. Des Weiteren können auf dieser Grundlage die für ein Geothermieprojekt notwendigen Eingriffe während der Projektumsetzung so angepasst werden, dass die induzierte Seismizität minimiert bzw. verhindert wird.
Dieses schon 2 Jahre vor dem geplanten Beginn der Bohrarbeiten installierte regionale und verdichtete Messnetz für ein seismisches Langzeitmonitoring versetzt die Fachleute und Überwachungsbehörden in dieser Weise zum ersten Mal in die Lage, die Phase vor Beginn einer geothermischen Nutzung einer Region mit der nötigen Detailtreue zu dokumentieren.
Eine Besonderheit stellen auch die nanoseismischen Messkampagnen zur Detektion kleinster seismischer Ereignisse dar. In einer Ruhemessung wird die die natürliche Hintergrundseismizität erfasst. Spätere Messphasen während des Baus und Betriebs der Geothermieprojekte zeigen die Unterschiede auf.

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Eingesandt von Bürgerinitiative Lebenswertes Wallerstädten, 03.02.2013

Ihre Frage wurde beantwortet von Dr. John Reinecker, Diplom-Geologe bei GeoT

Die seismologischen Beobachtungsnetze für eine Geothermieanlage sind so konzipiert, dass möglichst kleine Erdbeben (mit sehr kleinen Magnituden) im Umfeld der Anlage detektiert und lokalisiert werden können. Sie dienen zum einen dazu möglichst frühzeitig eine sich aufbauende Seismizität zu erkennen. Beobachtet man eine sich aufbauende Seismizität, kann durch geeignete Massnahmen (z.B. durch Druckrücknahme an der Reinjektionsbohrung) ein weiteres Ansteigen vermieden werden.
Zum anderen dient so ein Messnetz dem Nachweis, ob das Ereignis mit der Geothermieanlage räumlich korreliert oder nicht. Von einer räumlichen Korrelation wird gesprochen, wenn das Hypozentrum in der Nähe der Bohrung(en) lokalisiert werden kann. Unter Berücksichtigung der räumlich begrenzten Spannungsbeeinflussung durch die Geothermieanlage und der Ungenauigkeit bei der Ortung seismischer Ereignisse wird ein Radius von ca. 5 km (in der Horizontalen) um die Bohrlandepunkte angesetzt. Sobald das Epizentrum eines seismischen Ereignisses innerhalb des so definierten Einflussbereiches lokalisiert wird, liegt eine räumliche Korrelation vor. Ist dann noch die Tiefenlage des Erdbebenherdes im Bereich des Reservoirs bzw. der Druckbeeinflussung durch die Geothermieanlage, geht man von einem induzierten Erdbeben aus.

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Eingesandt von Bürgerinitiative Lebenswertes Wallerstädten, 03.02.2013

Ihre Frage wurde beantwortet von Dr. John Reinecker, Diplom-Geologe bei GeoT

Das Hypozentrum, also die Lage des Erdbebenherdes im Untergrund, wird mit Hilfe der Laufzeiten der seismischen Wellen vom Herd zu den seismologischen Stationen berechnet. Die Ausbreitungsgeschwindigkeit der Wellen hängt vom Ausbreitungsmedium (d.h. der Geologie), durch den die Wellen hindurchlaufen, ab. Die Erdbebendienste verwenden ein für ihre Beobachtungsregion angepasstes Geschwindigkeit-Tiefen-Modell. Der Bereich des Oberrheingrabens wird von mehreren Erdbebendiensten beobachtet, wobei jeder sein eigenes Geschwindigkeit-Tiefen-Modell zur Berechnung der Hypozentren verwendet.
Neben den unterschiedlichen Geschwindigkeit-Tiefen-Modellen hängt die Lokalisierungsgenauigkeit auch von der relativen Lage der seismologischen Beobachtungsstationen zum Erdbebenherd ab. Der Betreiber eines lokalen Messnetzes, wie das für das Geothermieprojekt Landau, hat zu dem durch die Geothermieanlage induzierten Erdbeben sehr nahe gelegene Stationen. Dies ist von großer Bedeutung für die Genauigkeit bei der Bestimmung der Herdtiefe. Im Detail kann es dadurch zu unterschiedlichen Lokalisierungen ein und desselben Erdbebens durch die Erdbebendienste und des Betreibers kommen. Um diese Diskrepanz zu lösen, ist es nötig alle verfügbaren seismologischen Daten zu sammeln und eine konsistente Bestimmung des Hypozentrums mit einem lokal angepassten Geschwindigkeit-Tiefen-Modellen durchzuführen. Dies erfordert eine Offenlegung und Verfügbarmachung der Daten.

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Eingesandt von Elisabeth Schweikert, 02.02.2013

Ihre Frage wurde beantwortet von Dr. John Reinecker, Diplom-Geologe bei GeoT

Bei den in Mitteleuropa im Untergrund angetroffenen Temperaturen werden in der Geothermie so genannte binäre Kraftwerke eingesetzt. Diese arbeiten nicht mit Wasserdampf als Arbeitsmittel, sondern mit organischen Stoffen (ORC-Anlage) oder einem Ammoniak-Wasser-Gemisch (Kalina-Anlage), wobei Kalina-Anlagen bei geringeren Thermalwassertemperaturen eingesetzt werden. Bei den in Groß-Gerau erwarteten Temperaturen von etwa 160 °C wird eine ORC-Anlage eingesetzt. Das Arbeitsmittel wird nach seiner Effizienz bei dem entsprechenden Temperaturniveau und den herrschenden Verhältnissen ausgewählt. Ein gängiges Arbeitsmittel in ORC-Anlagen ist Iso-Pentan, ein Kohlenwasserstoff. Dieses ist mit Benzin vergleichbar, wobei Benzin ein größeres Risiko darstellt. Das Iso-Pentan wird unter kontrollierten Bedingungen in einem Kraftwerk, welches gesichert und umzäunt ist, eingesetzt. Es werden Vorkehrungen getroffen, die zum Einsatz kommen, sollte eine Leckage auftreten. Der Umgang mit dem gefährlicheren Benzin an der Tankstelle geschieht unter wesentlich geringeren Sicherheitsvorkehrungen.

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Eingesandt von Bürgerinitiative Lebenswertes Wallerstädten, 31.01.2013

Ihre Frage wurde beantwortet von Dr. Ing. Horst Kreuter, Geschäftsführer von GeoT

Bei einer chemischen Stimulation werden verdünnte Säuren (z.B. Salzsäure) verwendet, um in der direkten Umgebung des Bohrloches im Reservoirbereich durch Lösung bestimmter mineralischer Komponenten(z.B. Kalk) die Durchlässigkeit zu verbessern. Auch Bohrklein, das in die offenen durchlässigen Bereiche eingespült wurde, kann so entfernt werden, denn Säuerungsmaßnahmen werden auch durchgeführt, um Fließwiderstände in Bohrlochnähe zu beseitigen, die während des Bohrens, der Komplettierung oder beim Betrieb der Anlage (Ablagerungen) entstanden sind.
Chemische Stimulationen können am besten in Karbonatgesteinen (hauptsächlich Kalksteine), in Deutschland z.B. im Malm des Molassebeckens und dem Muschelkalk im Oberrheingraben, durchgeführt werden. In Kalksteinen kann mit einer oder mehreren Säuerungen eine Vermehrfachung der Durchlässigkeit des Gesteins erreicht werden. Säuerungen werden in fast allen Bohrungen durchgeführt, auch in Trinkwasserbrunnen!
Die Rotliegendsedimente, die in Südhessen genutzt werden sollen, sind nicht so leicht zu lösen, so dass die Säuerungen vornehmlich zur Säuberung des Umfelds der Bohrungen genutzt werden können.
Bei der Reaktion im Untergrund wird die Säure neutralisiert. Es entstehen unbedenkliche Abbauprodukte.

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Eingesandt von Bürgerinitiative Lebenswertes Wallerstädten, 31.01.2013

Ihre Frage wurde beantwortet von Dr. Ing. Horst Kreuter, Geschäftsführer von GeoT

Es hängt von verschiedensten lokalen Bedingungen ab, ob eine bestimmte Magnitude gespürt wird, oder nicht. Bedingungen sind z.B.:

  • die Tiefe in der die Erschütterung erzeugt wurde,
  • die Dämpfung der bis zur Oberfläche anstehenden Schichten
  • der Aufbau des nahe an der Oberfläche anstehenden Erdbodens
  • die örtliche Situation der Person (ruhige/vibrationsbelastete Umgebung, Tag/unruhig oder Nacht/ruhig, Erdgeschoss/Hochhaus,…)

Aus diesem Grund ist es auch schwierig einen Radius anzugeben. Es sind Situationen vorstellbar, in denen in der Nähe von einem Epizentrum keine Erschütterungen gespürt werden, in etwas weiter entfernten Standorten eine Erschütterung gespürt wurde. Im Prinzip nehmen jedoch die Bodenbewegungen mit dem Abstand vom Epizentrum ab. Die Festlegung eines Radius ist nur sinnvoll um weiter entfernte Bereiche von sicher nicht betroffenen Bereichen auszuschließen. In der engeren Umgebung um ein Geothermieprojekt ist ein festgelegter Radius nicht sinnvoll.
Bei den geringen Magnituden bis 2,5 sind auch bei weichen Böden wie im Hessischen Ried keine negativen Auswirkungen auf den Baugrund zu erwarten.

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Eingesandt von Bürgerinitiative Lebenswertes Wallerstädten, 31.01.2013

Ihre Frage wurde beantwortet von Marc André Glöckner, Unternehmenskommunikation ÜWG

Die Standortwahl hängt von vielen Faktoren ab: Geologie, Natur- und Umweltschutz, Siedlungsgebiete, Wärmeabnehmer und Infrastruktur. Die geologischen Kriterien wurden bereits durch die seismischen Messungen geprüft und die daraus resultierenden Eignungsgebiete identifiziert. Die Standortfrage und die Rahmenbedingungen der Wärmenutzung sollen im Zuge des Bürgerdialogs im Rahmen der Bürgerforen und Beiratssitzungen mit der Bevölkerung abgestimmt werden. Danach soll die konkrete Standortentscheidung fallen. Der Standort soll dort gewählt werden, wo er die größte Akzeptanz und die besten Rahmenbedingungen findet.
Wie die Wärme verwendet werden soll muss mit der Bevölkerung offen diskutiert werden. Denkbar wäre sowohl ein Kraftwerk auf der „grünen Wiese“ als auch ein Kraftwerk in einem bereits bestehenden Gewerbegebiet. Für die Wärmenutzung gibt es vielfältige Möglichkeiten wie z.B. Landwirtschaft (Gewächshäuser), Trocknung (Kräuter, Holz, Getreide), Bäder (Schwimm- und Thermalbäder), Wohngebiete oder Gewerbegebiete. Über die Ansiedlung von möglichen Wärmeabnehmern muss am Ende auch die Kommune im Rahmen der Bauleitplanung mitentscheiden.
Denkbar wäre auch ein Kraftwerk ohne Wärmeauskopplung, d.h. nur die reine Stromproduktion. Dies wäre grundsätzlich auch wirtschaftlich darstellbar.

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Eingesandt von Marcus L, 31.01.2013

Ihre Frage wurde beantwortet von Janusch Hamann, Leiter Referat Recht ÜWG

Das Projekt ist versichert. Der Versicherungsschutz ist Genehmigungsvoraussetzung für die Errichtung und den Betrieb eines Geothermiekraftwerks. Die Haftpflichtversicherung besteht mit unbegrenzter Deckung für Personen-, Sach- und Vermögensschäden und deckt Schäden aus der Bohrung, etwaigen Stimulationsmaßnahmen und dem späteren Betrieb der Anlage ab. Voraussetzung ist selbstverständlich, dass ein Haftpflichtschaden vorliegt, ÜWG also gesetzlich zum Schadensersatz verpflichtet ist.

ÜWG strebt allerdings an, den Schadensfeststellungs- bzw. Schadensregulierungsprozess, unabhängig davon, ob im Ergebnis ein Haftpflichtschaden festgestellt wird oder nicht, möglichst fair und unbürokratisch zu gestalten. Ziel ist, die Betroffenen von Kostennachteilen freizustellen, die durch die Feststellung von Schäden und deren Ursachen entstehen, und ihre Beweislage zu verbessern. Dieses Ziel soll zum einen durch ein Beweissicherungsverfahren erreicht werden, das im Vorfeld der Geothermiemaßnahmen durchgeführt wird, um den Zustand von repräsentativen Bauobjekten festzustellen und einen Vergleich von „vorher und nachher“ zu ermöglichen; zum anderen durch die Umsetzung eines Schadenregulierungskonzeptes, an dessen Details noch gearbeitet wird.
Das Schadenregulierungskonzept soll im Wesentlichen wie folgt konstruiert sein:

• Auswahl und Einsetzung eines unabhängigen Ombudsmanns (OM) durch den Geothermiebeirat
• Wahrnehmung der Funktion eines Kontrollgremiums („Aufsichtsrat“) gegenüber dem OM durch den Geothermiebeirat
• Finanzierung des OM durch ÜWG, jedoch ohne jegliches Abhängigkeitsverhältnis
• Festlegung der Höhe der Aufwandsentschädigung für den OM durch Geothermiebeirat
• Bestimmung von mindestens 2 Sachverständigen durch OM samt Entscheidung über deren Einsetzung
• Bereitstellung eines Budgets für Sachverständige etc. durch ÜWG
• Gewährleistung eines strukturierten Schadenregulierungsprozesses (von Schadensmeldung bis Schadensersatz)

Damit wird sichergestellt, dass der Betroffene mit seinem Problem nicht allein gelassen wird und zunächst auf eigene Kosten und eigenes Risiko einen Sachverständigen beauftragen muss (falls eine Beweisführung sich nicht bereits durch das Ergebnis des Beweissicherungsverfahrens erübrigt), sondern in Person des OM von vornherein einen von ÜWG unabhängigen, vertrauenswürdigen Ansprechpartner hat, dessen Auftrag darin besteht, den Schaden des Betroffenen und den Ursachenzusammenhang, bei Bedarf mit sachverständiger Hilfe, unvoreingenommen und objektiv festzustellen.
Denkbar ist auch, dass ÜWG Schäden bis zu einer bestimmten Wertgrenze, sofern sie nicht ersichtlich “geothermiefremd“ sind, ohne Beteiligung des Haftpflichtversicherers auf Kulanzbasis reguliert.
Wie bereits erwähnt, werden Details noch festgelegt und rechtzeitig bekannt gegeben.

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Eingesandt von Bürgerinitiative Lebenswertes Wallerstädten, 31.01.2013

Ihre Frage wurde beantwortet von Dr. Ing. Horst Kreuter, Geschäftsführer von GeoT

Eine zweite Reinjektionsbohrung kann sinnvoll werden, wenn die geologische Formation, in die das Wasser zurückgeführt werden soll, nicht die nötige Durchlässigkeit besitzt bzw. das Wasser nur unter hohem zusätzlichem Druck eingepresst werden kann. Alternativ kann die Bohrung auch tiefer ausgeführt oder durch einen Abzweig (side-track) ergänzt werden.
Durch eine dieser Möglichkeiten soll dann die Rückführung des Wassers ohne zusätzlichen Druck in den Untergrund erleichtert werden. Ob eines bzw. welches der genannten Konzepte nötig wird, weiß man erst nach den hydraulischen Testarbeiten am Ende der ersten Reinjektionsbohrung.

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Eingesandt von Bürgerinitiative Lebenswertes Wallerstädten, 31.01.2013

Ihre Frage wurde beantwortet von Dr. Ing. Horst Kreuter, Geschäftsführer von GeoT

Mit der über 3000 m tiefen Bohrungen werden salinare Thermalwässer nach oben gefördert. Die damit verbundenen Phänomene der Korrosion und Ausfällungen sind Fragestellungen, die bei Geothermieprojekten im Oberrheingraben und in Norddeutschland üblicherweise auftreten. Es gibt deshalb schon weitreichende Erfahrungen.
Das Thermalwasser wird im Hinblick auf seine Korrosivität getestet und es werden Materialien ausgewählt, die bei der angetroffenen Thermalwasserzusammensetzung möglichst resistent sind. Korrosion war bei den Projekten in Deutschland noch kein großes bzw. unlösbares Problem.
Die Bildung von Ablagerungen, in der Geothermie auch „scaling“ genannt, treten vor allem dann auf, wenn in dem Thermalwasser eine große Menge von Salzen gelöst ist. Unter den Druck und Temperaturbedingungen, wie sie in dem Reservoir herrschen, sind alle gelösten Minerale und Gase im Gleichgewicht. Erst wenn sich das Gleichgewicht durch Druck-und/oder Temperaturabnahme ändert, wird das Gas frei und die Minerale fallen aus. In dem geschlossenen Thermalkreislauf werden die Druckbedingungen so eingestellt, dass selbst bei Abkühlung des Thermalwassers im Thermalwasserkreislauf die Gleichgewichtsbedingungen nicht verändert werden. Die größte Stellschraube dabei ist der Druck unter dem das Wasser im Kreislauf gehalten wird. Wird das Scaling so kontrolliert und unterbunden, müssen die Rohre nicht gereinigt und kein abgelagertes Material entsorgt werden.
Brüche von Pumpengestänge sind aus dem Betrieb von Gestängepumpen in der Geothermie nicht auffällig geworden. Probleme sind eher in Dichtungen zu sehen. Mit den benötigten Temperaturen und Fördermengen sind die Anforderungen an die Pumpentechnik sehr anspruchsvoll. Die Ingenieure arbeiten daran, die Laufzeiten der Pumpen in diesem Anforderungsbereich weiter zu erhöhen, um Servicezeiten und Pumpenwechsel zu minimieren.
Jede Wärmeversorgung muss die Versorgung der Kunden sicherstellen. Geothermische Anlagen zur Wärmeversorgung stellen meist eine ausreichend große Menge an Wärme für die Versorgung des lokalen Bedarfs zur Verfügung. Bei sehr großer Wärmenachfrage wird die Grundlast von der Geothermieanlage und die Spitzenlast durch alternative Wärmeerzeugung abgedeckt. Diese können konventioneller aber auch regenerativer Natur sein. Eine Biogasanlage könnte eine sinnvolle regenerative Ergänzung darstellen. Beispiele sind die Bioenergie Taufkirchen mit angeschlossenem im Bau befindlichen Geothermiekraftwerk. In Neuried bei Offenburg ist ein Hybridkonzept aus einer Biogasanlage und einer Geothermieanlage geplant.
Häufig ist jedoch auch konventionelle Wärmeerzeugung (meist aus Gas) vorgesehen. Gas wird allerdings nur verbrannt, wenn die Geothermieanlage ausfällt oder Leistungsspitzen abgedeckt werden müssen.
Bei einer Geothermieanlage mit mehr als einer Produktionsbohrung ist meist kein konventionelles Redundanzkraftwerk notwendig.

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Eingesandt von Bürgerinitiative Lebenswertes Wallerstädten, 31.01.2013

Ihre Frage wurde beantwortet von Janusch Hamann, Leiter Referat Recht ÜWG

Grundsätzlich trägt ÜWG als Vorhabensträger die Gesamtverantwortung für das Bauvorhaben. Insbesondere für verschuldensunabhängig eintretende Schäden können Schadensersatz- bzw. Entschädigungsansprüche nur ÜWG gegenüber geltend gemacht werden.
Daneben haften grundsätzlich auch die Subunternehmen der ÜWG, wenn sie Dritten schuldhaft Schäden zufügen. Dabei kommt es aber auf die Liquidität des einzelnen Subunternehmens im Ergebnis nicht an. Dies sei am Beispiel der in der Frage genannten Bohrgesellschaft kurz erklärt:

Die Bohrgesellschaft und ihre Versicherung übernehmen nur einen Teil des Risikos. Die Bohrgesellschaft wird deshalb üblicherweise in ein Gesamtversicherungskonzept (Bauherrenversicherung) eingebunden, das sämtliche Haftungsrisiken abgesichert. Nach außen hin besteht deshalb vollumfänglicher Versicherungsschutz.

Wichtig erscheint in diesem Zusammenhang noch ein Hinweis darauf, dass im Zuge der Ausschreibung einer Baumaßnahme bei der Auswahl der Unternehmen Qualitätsprüfungen möglich sind: Eignung, Erfahrung und Zuverlässigkeit durch den Nachweis von Zertifikaten und Prüfungen (Audits). ÜWG wird die Auswahl der Subunternehmen sehr sorgfältig durchführen. Dadurch wird das Risiko des Eintritts von Drittschäden weiter minimiert. Ganz ausschließen lässt sich ein solches Risiko jedoch nicht. Schäden durch menschliches Versagen kommen bekanntlich in allen Lebenslagen vor. Sie können letztlich nicht ganz verhindert, allerdings durch Versicherungen abgedeckt werden.

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Eingesandt von Marcus L., 31.01.2013

Ihre Frage wurde beantwortet von Marc André Glöckner, Unternehmenskommunikation ÜWG

Seit Veröffentlichung der Eignungsgebiete Ende November 2012 sind mehrere Unternehmen und Investoren an die ÜWG herangetreten und haben Interesse als mögliche Wärmeabnehmer signalisiert. Die ÜWG hat jedoch noch keine Standortentscheidung getroffen und hat deshalb die Interessenten auf einen späteren Zeitpunkt vertröstet. Die Standortfrage und die Rahmenbedingungen der Wärmenutzung sollen im Zuge des Bürgerdialogs im Rahmen der Bürgerforen und Beiratssitzungen mit der Bevölkerung abgestimmt werden.
Denkbar wäre sowohl ein Kraftwerk auf der „grünen Wiese“ als auch ein Kraftwerk in einem bereits bestehenden Gewerbegebiet. Für die Wärmenutzung gibt es vielfältige Möglichkeiten wie z.B. Landwirtschaft (Gewächshäuser), Trocknung (Kräuter, Holz, Getreide), Bäder (Schwimm- und Thermalbäder), Wohngebiete oder Gewerbegebiete.
Über die Ansiedlung von möglichen Wärmeabnehmern muss am Ende auch die Kommune im Rahmen der Bauleitplanung mitentscheiden.

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Eingesandt von A.Geiss, 18.01.2013

Ihre Frage wurde beantwortet von Dr. John Reinecker, Diplom-Geologe bei GeoT

Die Rückführung der abgekühlten Thermalsole in den Untergrund erfolgt über die Injektionsbohrung in Reservoirtiefe. Nur in diesem Bereich ist das Bohrloch nicht verrohrt, so dass die Thermalsole aus dem Bohrloch ins Nebengestein eindringen kann. Das sollte bei entsprechend hoher Durchlässigkeit des Nebengesteins ohne größere Drücke passieren. Ist die Durchlässigkeit zu gering bzw. lässt sich das Thermalwasser nur schlecht injizieren, kommt es zu einer Druckerhöhung im Reservoir. Die Erhöhung des Porendruckes in der Umgebung des Bohrlochs kann dazu führen, dass es zu kleineren Bewegungen im Untergrund kommt, die messbar aber nur in Ausnahmefällen an der Oberfläche wahrnehmbar sind. Ziel ist es deshalb die Injektionsbohrung so im Gestein anzuschließen, dass sich kein Druck aufbaut und keine Bewegungen stattfinden.

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Eingesandt von Markus Meyer, 01.01.2013

In Staufen wollte man oberflächennahe Geothermie nutzen. In Groß-Gerau ist ein Projekt zur Nutzung der tiefen Geothermie geplant. Zwischen diesen beiden Arten der Geothermienutzung bestehen grosse Unterschiede. Ein Disaster ähnlich wie in Staufen kann für das Geothermieprojekt der ÜWG ausgeschlossen werden, weil:

  1. Quellvorgänge die zu den Hebungserscheinungen in Staufen führten nur wenig 10er Meter unter der Oberfläche stattfanden. Das von der tiefen Geothermie erschlossene Reservoir liegt jedoch mehr als 2.000 m tief.
  2. Der Untergrund von Staufen, gerade im Bereich der oberflächennahen Bohrungen ist hoch komplex und schwierig, ganz anders als der oberflächennahe Untergrund im Raum Groß-Gerau.
  3. Für die nur wenig mehr als 100 m tief reichenden Bohrungen in Staufen wurden einfache Kleinbohrgeräte eingesetzt. Ganz anders bei den geplanten Bohrungen in Groß-Gerau. Die Tiefbohrgeräte sind ausgereifte hochtechnologische Anlagen mit zahlreichen Kontroll- und Sicherheitseinrichtungen die ermöglichen, selbst unerwartete Situationen sicher zu kontrollieren.

Am Dienstag 5. Februar 2013 (18.30, Stadthalle GG) findet ein Bürgerforum zum Thema „Der Umgang mit den Risiken der Geothermie“ statt. Weitere Informationen zu den Risiken der tiefen Geothermie finden Sie unter http://www.erdwärme-gg.de/projekt/realisierung/risiken/ und Antworten auf häufig gestellte Fragen unter http://www.erdwärme-gg.de/wissen/haeufige-fragen

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Eingesandt von Hartmut Bilmeier, 02.12.2012

Ihre Fragen wurden beantwortet von Dr. John Reinecker, Diplom-Geologe bei GeoThermal Engineering

Antwort:

Da Bohrungen immer einen Eingriff in den Untergrund bedeuten, müssen bei ihrer Durchführung Gefährdungen für die Schutzgüter Boden, Grundwasser und Luft soweit wie möglich ausgeschlossen werden. Es müssen entsprechende Vorkehrungen getroffen und Sicherheitseinrichtungen bereitgehalten werden, um Gefährdungen und Beeinträchtigungen durch stoffliche Einträge möglichst auszuschliessen.
Lokale Umweltbeeinträchtigungen und -gefährdungen auf dem Betriebsgelände können durch die in den Sekundärkreisläufen von Geothermiekraftwerken verwendeten Arbeitsmittel entstehen, sollten sie aus dem geschlossenen Kreislauf austreten. Deshalb kommen Sicherheitskonzepte und Einrichtungen zum Einsatz, wie sie auch in der chemischen Industrie angewandt werden, um einen risikoarmen Betrieb zu ermöglichen.
Die Anlagen werden so gebaut und betrieben, dass absehbare Umweltprobleme nicht auftreten. Die technischen Anlagen werden entsprechend der behördlichen Anforderungen und nach dem Stand der Technik gebaut. Technische Überwachungsmaßnahmen sollen sicherstellen, dass auch unerwartete Ereignisse nicht zu Umweltproblemen führen.

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Eingesandt von Hartmut Bilmeier, 02.12.2012

Ihre Fragen wurden beantwortet von Dr. John Reinecker, Diplom-Geologe bei GeoThermal Engineering

Antwort:

Dem Thermalwasserkreislauf zwischen der Produktionsbohrung und der Injektionsbohrung werden im Normalfall keine Zusätze zugefügt. Geplant ist, das abgekühlte Wasser nach dem Wärmetauscher ohne Zusatz von Chemikalien wieder zurück ins Reservoir zu führen. Aufgrund der hohen Salzgehalte in den Thermalwässern des Oberrheingrabens muss jedoch mit Ausfällungen aus der Thermalsole, die die Rohre zusetzen, und mit Korrosion der Rohre gerechnet werden. Ausfällungen und Korrosionserscheinungen können entweder durch Druckhaltung und Abstimmung der Injektionstemperatur (bei Ausfällungen) bzw. durch besseres (korrosionsbeständigeres) Material der Rohre oder durch Zugabe von speziell für diesen Einsatzbereich geeignete Zusatzstoffe vermieden werden.

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Eingesandt von Michael Lamberty, 29.11.2012

Diese Fragen werden am 2. Bürgerforum zum Thema „Der Umgang mit den Risiken der Geothermie“ im Detail beantwortet (Dienstag 5. Februar 2013, 18.30 Stadthalle GG). Die ÜWG hat eine Versicherung für Personen-, Sach- und Vermögensschäden mit unbegrenzter Deckungssumme abgeschlossen. Mehr Informationen zur Versicherung finden Sie unter: http://www.erdwärme-gg.de/wissen/haeufige-fragen/versicherung-buergerrecht/

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An den Bürgerforen in der Stadthalle Groß-Gerau werden die Chancen und Risiken der Geothermie mit Experten aus verschiedensten Fachbereichen diskutieret und abgewogen. Besuchen Sie die Bürgerforen!

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Eingesandt von Patrick Müller, 20.03.2013

Ihre Frage wurde beantwortet von Dr. Matthias Kracht vom Hessischen Landesamt für Umwelt und Geologie (HLUG)

Das HLUG kann „tieffrequente Geräuschimmissionen” messen. Anfragen dieser Art werden gelegentlich beim HLUG gestellt. Allerdings gibt es keine Erfahrungen beim Betrieb von Geothermie-Anlagen (tiefe Geothermie), da es noch keine Anlagen dieser Art in Hessen gibt.

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