Fragen & Antworten

Hier finden Sie alle Fragen und Antworten, die im Verlaufe des Projekts rund um die Geothermie und das Vorhaben der ÜWG in Groß-Gerau aufkamen. Auf geothermie-trebur.de, der Projektseite der ÜWG, finden Sie bereits eine ausführliche Sammlung von Antworten auf häufig gestellte Fragen.

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Eingesandt von Wolfgang L., 19.04.2013

Ihre Frage wurde beantwortet von Marc André Glöckner, Unternehmenskommunikation ÜWG

Am 18. April 2013 haben in Deutschland Wind- und Solaranlagen erstmals mit einer Leistung von rund 36.000 Megawatt Strom erzeugt. Für einige Stunden wurde Deutschland dadurch zu mehr als 50 Prozent mit Strom aus Wind- und Solaranlagen versorgt. Das bedeutet aber auch, dass die restlichen Strommengen in diesem Zeitraum weiterhin in konventionellen fossilen und atomaren Kraftwerken erzeugt wurden. Dieses Szenario beruht auf günstigen Wetterverhältnissen und spiegelt nur eine Momentaufnahme wider. Auf das gesamte Jahr 2012 gesehen, beträgt der Anteil der Erneuerbaren Energien am Bruttostromverbrauch in Deutschland nur 23 Prozent (Quelle BDEW). Deshalb ist es für das Gelingen der Energiewende wichtig, weiterhin auf den Ausbau der Energieerzeugung aus regenerativen Energiequellen zu setzen: Sonne, Wind, Wasser, Biomasse und Geothermie.

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Eingesandt von Bürgerinitiative Lebenswertes Wallerstädten, 31.01.2013

Ihre Frage wurde beantwortet von Marc André Glöckner, Unternehmenskommunikation ÜWG

Die Standortwahl hängt von vielen Faktoren ab: Geologie, Natur- und Umweltschutz, Siedlungsgebiete, Wärmeabnehmer und Infrastruktur. Die geologischen Kriterien wurden bereits durch die seismischen Messungen geprüft und die daraus resultierenden Eignungsgebiete identifiziert. Die Standortfrage und die Rahmenbedingungen der Wärmenutzung sollen im Zuge des Bürgerdialogs im Rahmen der Bürgerforen und Beiratssitzungen mit der Bevölkerung abgestimmt werden. Danach soll die konkrete Standortentscheidung fallen. Der Standort soll dort gewählt werden, wo er die größte Akzeptanz und die besten Rahmenbedingungen findet.
Wie die Wärme verwendet werden soll muss mit der Bevölkerung offen diskutiert werden. Denkbar wäre sowohl ein Kraftwerk auf der „grünen Wiese“ als auch ein Kraftwerk in einem bereits bestehenden Gewerbegebiet. Für die Wärmenutzung gibt es vielfältige Möglichkeiten wie z.B. Landwirtschaft (Gewächshäuser), Trocknung (Kräuter, Holz, Getreide), Bäder (Schwimm- und Thermalbäder), Wohngebiete oder Gewerbegebiete. Über die Ansiedlung von möglichen Wärmeabnehmern muss am Ende auch die Kommune im Rahmen der Bauleitplanung mitentscheiden.
Denkbar wäre auch ein Kraftwerk ohne Wärmeauskopplung, d.h. nur die reine Stromproduktion. Dies wäre grundsätzlich auch wirtschaftlich darstellbar.

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Eingesandt von A.Geiss, 18.01.2013

Ihre Frage wurde beantwortet von Dr. John Reinecker, Diplom-Geologe bei GeoT

Die Rückführung der abgekühlten Thermalsole in den Untergrund erfolgt über die Injektionsbohrung in Reservoirtiefe. Nur in diesem Bereich ist das Bohrloch nicht verrohrt, so dass die Thermalsole aus dem Bohrloch ins Nebengestein eindringen kann. Das sollte bei entsprechend hoher Durchlässigkeit des Nebengesteins ohne größere Drücke passieren. Ist die Durchlässigkeit zu gering bzw. lässt sich das Thermalwasser nur schlecht injizieren, kommt es zu einer Druckerhöhung im Reservoir. Die Erhöhung des Porendruckes in der Umgebung des Bohrlochs kann dazu führen, dass es zu kleineren Bewegungen im Untergrund kommt, die messbar aber nur in Ausnahmefällen an der Oberfläche wahrnehmbar sind. Ziel ist es deshalb die Injektionsbohrung so im Gestein anzuschließen, dass sich kein Druck aufbaut und keine Bewegungen stattfinden.

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Eingesandt von Ch. Albert, 06.12.2012

Der Strom soll ins öffentliche Netzt eingespiesen werden. Er wird aber nicht direkt an den Endkunden verkauft, sondern über die Regelungen des EEG vergütet. Die Strommenge wäre ausreichend für 7.000 Haushalte a 3 Personen mit einem jährlichen Durchschnittsverbrauch von 3.500 kWh pro Jahr, d.h. für etwa 21.000 Menschen. In Trebur leben ca. 13.200 Menschen, in Nauheim ca. 10.100 Menschen und in Groß-Gerau ca. 23.500 Menschen. Ob, wie und wo das Projekt realisiert wird, entscheidet die ÜWG erst nach den Bürgerforen.

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Eingesandt von Ralf Keitel, 05.12.2012

Sachverstand auf dem Gebiet der Prozesstechnik von geothermischen Kraftwerksanlagen bzw. Fachkompetenz auf dem Gebiet der Beurteilung der Wirtschaftlichkeit des Betriebs sind in erster Linie bei der ÜWG und ihren Partnern (z.B. GeoT) vorhanden. Im Beirat ist spezifisches Wissen über die lokalen ökologischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Gegebenheiten vertreten. Die ÜWG und GeoT nehmen als Gäste (ohne Stimmrecht) an den Beiratssitzungen Teil, mit dem Ziel, ihre eigenen Interessen einzubringen, zu informieren und offene Fragen zu klären.

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Eingesandt von Hartmut Bilmeier, 02.12.2012

Die Stiftung Risiko-Dialog hat aufgrund der Vorgespräche mit verschiedenen Interessensgruppen acht Personen für den Beirat vorgeschlagen. Es sind dies B. Petri (NABU), W. Dörr (Bauernverband Trebur), W. Muster (BUND Naturschutz), R. Jost (Wirtschaftsrat), C. Grau und A. Auer (Zukunft GG), Elisabeth Schweikert (Atomausstieg GG), A. Hanus (Büttelborn 21). Zusätzlich wurden die Bürgermeister von, Groß-Gerau, Nauheim, Trebur und Rüsselsheim zu einer Teilname eingeladen. An der 1. Beiratssitzung (10. Dezember 2012) entscheiden diese Personen wer noch zusätzlich in den Beirat aufgenommen werden soll (max. 20 Personen).
Sobald der Beirat definitiv zusammengesetzt ist, werden die einzelnen Mitglieder hier auf dialoggeo.de vorgestellt.

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Eingesandt von Hartmut Bilmeier, 02.12.2012

Informationen zu den Besitzverhältnissen finden Sie unter den folgenden Links:

http://www.uewg.de/privatkunden/unternehmen/unternehmensprofil.html
http://www.stadtwerke-mainz.de/unternehmen/daten-und-historie/

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