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Kann ausgeschlossen werden, dass ein ähnliches Disaster wie in Staufen entsteht ?

Eingesandt von Markus Meyer, 01.01.2013

In Staufen wollte man oberflächennahe Geothermie nutzen. In Groß-Gerau ist ein Projekt zur Nutzung der tiefen Geothermie geplant. Zwischen diesen beiden Arten der Geothermienutzung bestehen grosse Unterschiede. Ein Disaster ähnlich wie in Staufen kann für das Geothermieprojekt der ÜWG ausgeschlossen werden, weil:

  1. Quellvorgänge die zu den Hebungserscheinungen in Staufen führten nur wenig 10er Meter unter der Oberfläche stattfanden. Das von der tiefen Geothermie erschlossene Reservoir liegt jedoch mehr als 2.000 m tief.
  2. Der Untergrund von Staufen, gerade im Bereich der oberflächennahen Bohrungen ist hoch komplex und schwierig, ganz anders als der oberflächennahe Untergrund im Raum Groß-Gerau.
  3. Für die nur wenig mehr als 100 m tief reichenden Bohrungen in Staufen wurden einfache Kleinbohrgeräte eingesetzt. Ganz anders bei den geplanten Bohrungen in Groß-Gerau. Die Tiefbohrgeräte sind ausgereifte hochtechnologische Anlagen mit zahlreichen Kontroll- und Sicherheitseinrichtungen die ermöglichen, selbst unerwartete Situationen sicher zu kontrollieren.

Am Dienstag 5. Februar 2013 (18.30, Stadthalle GG) findet ein Bürgerforum zum Thema „Der Umgang mit den Risiken der Geothermie“ statt. Weitere Informationen zu den Risiken der tiefen Geothermie finden Sie unter http://www.erdwärme-gg.de/projekt/realisierung/risiken/ und Antworten auf häufig gestellte Fragen unter http://www.erdwärme-gg.de/wissen/haeufige-fragen