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Das Ried ist eine sumpfige Landschaft. Was bedeuten für derartige Bodengegebenheiten Mikro-Erdbeben der Stärke 1 – 2,5 Magnitude? In welchem Umkreis sind solche Mini-Erdbeben spürbar? Welchen Umkreis sichert eine Sachstanderfassung ab? Wie groß ist der Umkreis vom Kraftwerk den eine entsprechende Versicherung bei Schäden absichert?

Eingesandt von Bürgerinitiative Lebenswertes Wallerstädten, 31.01.2013

Ihre Frage wurde beantwortet von Dr. Ing. Horst Kreuter, Geschäftsführer von GeoT

Es hängt von verschiedensten lokalen Bedingungen ab, ob eine bestimmte Magnitude gespürt wird, oder nicht. Bedingungen sind z.B.:

  • die Tiefe in der die Erschütterung erzeugt wurde,
  • die Dämpfung der bis zur Oberfläche anstehenden Schichten
  • der Aufbau des nahe an der Oberfläche anstehenden Erdbodens
  • die örtliche Situation der Person (ruhige/vibrationsbelastete Umgebung, Tag/unruhig oder Nacht/ruhig, Erdgeschoss/Hochhaus,…)

Aus diesem Grund ist es auch schwierig einen Radius anzugeben. Es sind Situationen vorstellbar, in denen in der Nähe von einem Epizentrum keine Erschütterungen gespürt werden, in etwas weiter entfernten Standorten eine Erschütterung gespürt wurde. Im Prinzip nehmen jedoch die Bodenbewegungen mit dem Abstand vom Epizentrum ab. Die Festlegung eines Radius ist nur sinnvoll um weiter entfernte Bereiche von sicher nicht betroffenen Bereichen auszuschließen. In der engeren Umgebung um ein Geothermieprojekt ist ein festgelegter Radius nicht sinnvoll.
Bei den geringen Magnituden bis 2,5 sind auch bei weichen Böden wie im Hessischen Ried keine negativen Auswirkungen auf den Baugrund zu erwarten.

Kommentare

  • 11
    Feb

    Dr. John Reinecker, Diplom-Geologe bei GeoT

    Es sind zwei Wirkungspfade möglich, die zu Schäden am Haus führen können:

    Zunächst ist es die Einwirkung auf den Baugrund. Selbst bei bautechnisch problematischen Böden ist bei den geringen und wenn überhaupt selten auftretenden induzierten seismischen Ereignissen der Geothermieanlage, keine negativen Auswirkungen auf den Baugrund zu erwarten. Diese können nur bei größeren und/oder häufigeren Ereignissen auftreten. Die Belastung durch Schwerverkehr könnte dagegen, insbesondere wegen der Häufigkeit, eine stärkere Auswirkung auf den empfindlichen Baugrund haben.

    Die direkte Einwirkung auf das Gebäude wird mittels der Schwinggeschwindigkeit beschrieben. Bleiben die Schwingungen durch ein seismisches Ereignis unter einem Grenzwert, ist davon auszugehen, dass keine direkten Schäden, wie Putzrisse auftreten.

    Die intensive Erkundung, die Durchführung der Erschließung und der Betrieb der Anlage werden so geplant, dass Einwirkungen auf die Umgebung vermieden werden. Sind trotzdem Einwirkungen festzustellen, werden mittels eines Maßnahmenplans weitere Einwirkungen ausgeschlossen. Bei der geplanten Vorgehensweise und der geologischen Situation im Raum Groß-Gerau gehen wir von einer an Sicherheit grenzenden Wahrscheinlichkeit davon aus, dass keine Schäden durch Seismizität entstehen.

    Die ÜWG diskutiert darüber hinaus ein Absicherungskonzept, das für den Ausgleich der Schäden durch die Geothermie auf unbürokratische Art Sorge tragen soll. Es soll kein Bürger alleine bleiben.

  • 08
    Feb

    Bi-Lebenswertes-Wallerstädten aus Groß-Gerau

    Ganz so einfach ist es sicher nicht. Um Ihnen dies vor Augen zu führen, laden wir Sie gerne zu einer kleinen Ortsbegehung ein. Danach werden Sie verstehen, warum wir sehr große Bedenken gegen eine Geothermie-Anlage im Umfeld von Wallerstädten haben.

  • 05
    Feb

    Bürgerinitiative Lebenswertes Wallerstädten aus Wallerstädten

    Wir stellen die Frage nicht ohne Grund, denn derzeit sind ca. 70% aller Häuser entlang der Ortdurchsgangsstraße durch Setzrisse unterschiedlicher Ausprägung geschädigt. Wir führen dies auf die Erschütterungen durch den Schwerkraftverkehr sowie den schwabnkenden Grundwaaserstand zurück. Wir befürchten, dass geringe Schwingungen weitere Schäden auslösen und die Geschädigten letztlich mit den Schäden alleine bleiben.


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