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Das geplante Geo-Kraftwerk soll 3-5 MW haben, Biblis Block A+B hatten gemeinsam 2.500 MW, wir würden allein um Biblis zu ersetzen ca 500 solcher "Kleinkraftwerke benötigen, das ist doch unrealistisch. Wenn das alles so sicher ist, wie in den Foren dargestellt, warum geht man nicht auf echte Kraftwerkskapazitäten, oder ist man sich doch nicht so sicher was mit all den Risiken bei größerer Leistung zu erwarten ist? Die am besichtigten Kleinkraftwerke machen eher den Eindruck von Pilotanlagen.

Eingesandt von Tauber Hans-Rudolf, 19.02.2013

Ihre Frage wurde beantwortet von Marc André Glöckner, Unternehmenskommunikation ÜWG

Der Wandel von der konventionellen Energiebereitstellung hin zu erneuerbaren Energien verändert die Struktur der Energiewirtschaft. Statt der Stromerzeugung in Großkraftwerken mit mehr als 1000 Megawatt Leistung, auf Basis fossiler und nuklearer Brennstoffe, nimmt die Erzeugung in Kleinkraftwerken auf Basis erneuerbarer Energien stetig zu.
Es macht keinen Sinn, die Leistung eines einzelnen Geothermiekraftwerks mit der eines Atomkraftwerks oder fossil betriebenen großen Kraftwerks zu vergleichen. Einzelne Windräder, Biomasseanlagen, Wasserkraftwerke, Photovoltaikanlagen oder Geothermiekraftwerke erreichen nie mehrere 1000 Megawatt Kapazität an einem Standort. Deswegen sind die regenerativen Anlagen Grundlage einer dezentralen Stromversorgung. Stromerzeugung nach der Energiewende bedeutet Energierzeugung vor Ort direkt beim Verbraucher. Dabei kommt es auf die Kombination aller Erneuerbare Energien-Technologien an, um die versorgungssichere regenerative Stromversorgung in Deutschland zu gewährleisten.
Die Leistung eines Geothermiekraftwerks hängt vom Standort und den geologischen Gegebenheiten ab. Die derzeitige elektrische Leistung eines Geothermiekraftwerks liegt unter 10 Megawatt. Mit einer Weiterentwicklung der Technologie und der Kombination mehrerer Bohrungen sind langfristig auch höhere Leistungen zu erwarten. Dimensionen von fossilen und nuklearen Kraftwerken sind langfristig aber eher unwahrscheinlich.

Kommentare

  • 10
    Mär

    Bürgerinitiative Lebenswertes Wallerstädten aus Groß-Gerau

    Es macht schon Sinn, zu vergleichen, um den volkswirtschaftlichen Unsinn aufzuzeigen, der mit der Geothermie einhergeht. Pro GKW ca. 40 Mio. € anzusetzen bedeutet, um ein AKW zu ersetzen den Einsatz von ca. 18 Mrd. €, dabei sind die Kosten für Fernwärmenetze nicht eingerechnet. Die Laufzeit der GKW ist begrenzt, d. h. es folgen weitere Investitionen. Bei allem, woher soll die Bohrkapazität kommen, die schon jetzt sehr begrenzt ist? Und von 10 Mw Leistung sind die GKW noch weit entfernt. Und: je höher die Leistung desto höher die Risiken!


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