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17.10.2016

Geothermieprojekt Trebur: Rückblick auf eine erfolgreiche Bürgerbeteiligung

Nachdem die ÜWG aufgrund der Nichtfündigkeit den Abbruch des Geothermieprojekts in Trebur bekannt gab, tagte der Geothermie-Beirat im September 2016 ein letztes Mal und blickt auf eine gelungene Bürgerbeteiligung zurück. Gemeinsam mit der für den Dialogprozess verantwortlichen Stiftung Risiko-Dialog und Vertretern der ÜWG reflektierte der Beirat den seit 2012 initiierten Bürgerdialog „DialoGGeo“ und das weitere Vorgehen.

Nachdem die ÜWG aufgrund der Nichtfündigkeit den Abbruch des Geothermieprojekts in Trebur bekannt gab, tagte der Geothermie-Beirat im September 2016 ein letztes Mal und blickt auf eine gelungene Bürgerbeteiligung zurück. Gemeinsam mit der für den Dialogprozess verantwortlichen Stiftung Risiko-Dialog und Vertretern der ÜWG reflektierte der Beirat den seit 2012 initiierten Bürgerdialog „DialoGGeo“ und das weitere Vorgehen.

Ziel des Bürgerdialogs »DialoGGeo« zum Goethermieprojekt in Trebur war es, das Wissen, die Meinungen, die Hoffnungen, aber auch die Sorgen und Bedenken der Bevölkerung zum Geothermieprojekt der ÜWG aufzunehmen und zu einer gemeinsamen Entscheidung zu gelangen. Von 2012 bis 2016 konnten im Zuge unterschiedlicher Bürgerdialogelementen wie dem Beirat, sieben öffentlichen DialoGGeo Bürgerforen und einem Anliegerworkshop die zentralen Fragen nach dem “ob”, “wo” und “wie” eines Geothermiekraftwerks beantwortet werden.
Dem gesellschaftlich breit abgestützten Beirat, bestehend aus Bürgerinitiativen, Umweltverbänden, Kirchen, Landwirtschaft und Politik, kam dabei eine zentrale Funktion zu. Unter der Moderation der Stiftung Risiko-Dialog traf der Beirat konsultatorische Entscheidungen und erarbeitete 31 Forderungen in den vier Themenfeldern „Natur-, Umwelt- und Flächenschutz“, „Nutzenoptimierung, Wertschöpfung und Wirtschaftlichkeit“, „Risikobewertung, Versicherung und Haftung“ sowie „Information und Kommunikation“. Die ÜWG hat sich in ihren Entschei-dungen zum weiteren Vorgehen auf die Arbeit des Beirats gestützt – und die Forderungen erfüllt. Von Beginn an verkündetet ÜWG Geschäftsführer Detlev Höhne: „Wir wollen dieses Projekt mit und nicht gegen die Region umsetzen“.

Nachdem die ÜWG vor einigen Wochen aufgrund der Nichtfündigkeit den Abbruch des Geothermieprojekts in Trebur bekannt gab, tagte der Geothermie-Beirat im September 2016 ein letztes Mal. In der abschliessenden Beiratssitzung bedankten sich sowohl die ÜWG als auch die Stiftung Risiko-Dialog für die Zusammenarbeit und den grossen Einsatz des Beirats, ohne dessen Engagement ein solcher Beteiligungsprozess nicht möglich gewesen wäre. Der Beirat seinerseits äusserte viel Lob zum Beteiligungsprozess und bedankte sich für die faire und glaubwürdige Beteiligung. Für die Stiftung Risiko-Dialog ist die Prozessbegleitung „DialoGGeo“ mit dieser letzten Sitzung abgeschlossen und die Prozessverantwortung geht zurück an die ÜWG. Die einmalige Bürgerbeteiligung stellt eine Vorbildfunktion für andere Projekte dar. Es bleibt zu hoffen, dass dieser Aspekt - neben den Diskussionen rund um den Projektabbruch – nicht vergessen geht.